Lumen - Definition und Verwendung bei Leuchtmitteln

In Zeiten von Energiesparlampen und LEDs hat die Wattzahl einer Glühbirne kaum noch Aussagekraft über die Helligkeit einer Lampe. Stadtessen sind die Verpackungen von Leuchtmitteln mit lauter komplizierten Angaben gespickt, wie zum Beispiel die Lumenzahl. Wir klären heute, was Lumen überhaupt bedeutet, wie man es definiert und wie es richtig genutzt wird, um einen Raum ausreichend zu beleuchten.

Was ist Lumen?

Lumen ist eine international standardisierte Einheit. Sie besagt, wie viel sichtbare Strahlung (Licht) eine Lichtquelle pro Zeiteinheit abgibt. Je heller die Lichtquelle ist, desto höher die Lumenzahl. So kann genau beschrieben werden, wie hell zum Beispiel eine Kerze im Vergleich zur Sonne ist.

Lumen wissenschaftlich definiert

Licht ist eine Form von elektromagnetischer Strahlung. Das menschliche Auge ist in der Lage, aber nur einen Teil dieser Strahlung wahrzunehmen. Bei der Beurteilung, wie hell ein Licht leuchtet, ist daher zu unterscheiden, ob es sich um die gesamte Strahlung handelt, die ein leuchtendes Objekt aussendet, oder ob es sich nur um die Helligkeit handelt, die von unseren Augen wahrgenommen werden kann. Die Einheit Lumen beschreibt diese für uns wahrnehmbare Lichtmenge und definiert sich aus der Strahlungsleistung (gemessen in Watt), die pro Zeitspanne von elektromagnetischen Wellen transportiert wird.

Lumen- und Wattangaben auf Leuchtmitteln - das sind die Unterschiede

Die Helligkeit von alten Glühbirnen wird durch ihre Wattzahl bestimmt. Watt bezeichnet hierbei aber nicht die Helligkeit eines Objektes, sondern den Energieumsatz pro Zeitspanne. Die Wattzahl gibt also nur den eigentlichen Stromverbrauch der Lampe an. Dass man daraus dennoch die Helligkeit der Birnen ablesen kann, liegt an ihrer speziellen Bauweise. Alte Lampen besitzen einen Draht (die Glühwendel) in ihrem Inneren, welcher mithilfe von Strom erhitzt wird. Dabei beginnt der Draht zu leuchten. Je höher die Strommenge ist, die durch diesen Draht geleitet wird, desto heller leuchtet er. Daraus ist einfach zu schlussfolgern, je höher die Wattzahl ist, umso heller leuchtet die Glühbirne. LED- und Energiesparlampen dagegen haben eine ganz andere Bauweise, weshalb die Wattzahl hier nichts mehr über die Helligkeit der Lampe aussagt. Aus diesem Grund wird heute unter anderem die Lumenzahl angegeben, um dem Verbraucher eine Hilfestellung bei der Auswahl des richtigen Leuchtmittels zu geben.

LED-Lampen und Glühbirnen im Vergleich

Damit ein Raum ausreichend ausgeleuchtet ist, benötigte man früher wesentlich höhere Energiemengen, als das heute der Fall ist. Mit einem Bruchteil an Strom können LED-Lampen die gleiche Lichtmenge liefern. Hier haben wir aufgeführt, wie viel Watt man bei einer normalen Glühbirne benötigt, um eine bestimmte Lumenzahl zu erreichen und haben dem gegenübergestellt, wie viel Strom bei einer LED-Lampe ausreicht, um die gleichen Werte zu erzielen.

Glühbirne

LED

Lumen

25 Watt

2,5 Watt

249 Lumen

40 Watt

4 bis 6 Watt

470 Lumen

60 Watt

7 bis 9 Watt

806 Lumen

Wie viel Lumen benötigt man in welchem Raum?

Wie viel Lumen in einem Raum notwendig sind, richtet sich danach, was in dem Raum gemacht wird und welche Vorlieben die Bewohner haben. Generell kann man aber sagen, dass in Räumen, in denen konzentriert gearbeitet wird, höhere Lichtmengen gebraucht werden als in Räumen, in denen man sich zur Entspannung aufhält. 

  • In der Küche oder im Arbeitszimmer sollte es mit einer Helligkeit von 280 bis 300 Lumen pro Quadratmeter immer etwas heller sein.
  • Im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder im Flur reichen dagegen 140 Lumen pro Quadratmeter aus.

 

Bei einer 12 Quadratmeter großen Küche müssten die Lampen also zum Beispiel insgesamt mindestens 3360 Lumen erreichen. Die Werte der gewählten Leuchtmittel können einfach addiert werden. Man hängt also entweder eine 20 Watt LED-Lampe mit 3450 Lumen in den Raum, oder man verteilt zwei 13 Watt LED-Lampen mit je 1700 Lumen. Bei der Wahl des richtigen Leuchtmittels ist zudem auch noch zu beachten, wie der Raum eingerichtet ist. Ist ein Raum eher dunkel gestaltet, dann benötigt man mehr Licht als in Räumen, die sehr hell eingerichtet sind.

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