Glühbirne - Erfindung, Verbot und Alternativen

Ein Leben ohne Beleuchtung ist nicht denkbar. Die Menschheit hat zur Erzeugung von Licht schon früher auf verschiedene Methoden zurückgegriffen. Doch die Quellen haben sich im Laufe der Zeit erheblich verändert und verbessert, um beispielsweise Strom zu sparen und die Umwelt zu schonen. So wurde die Glühbirne verboten und es kamen moderne Alternativen, wie LED, auf den Markt. Die Geschichte der Glühbirne und deren Weiterentwicklung ist lang.

Die Glühbirne und ihre Erfinder

Sir Humphry Davy

Die erste funktionstüchtige Bogenlampe stellte Sir Humphry Davy, ein englischer Chemiker, 1809 vor. Bei einem Lichtbogen bildet sich aus Gas ein Plasma, das Strom leiten kann und dabei leuchtet. Er legte dabei einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung der Glühbirne.

Warner de la Rue

Warner de la Rue, ebenfalls ein britischer Chemiker, nutze 1840 die Erkenntnisse von Davy und versuchte Platindrähte innerhalb einer Glaskuppel zum Leuchten zu bringen.

James Prescott Joule

Der englische Physiker James Prescott Joule machte um 1840 die wichtige Entdeckung, dass Wärme-Energie und Licht erzeugt wird, wenn Strom durch einen Leiter mit hohem Widerstand fließt.

Joseph Wilson Swan

Joseph Wilson Swan (englischer Arzt und Chemiker) stellte 1840 seine Version einer Glühbirne vor, die vor allem von der Allgemeinheit genutzt werden konnte. Seine Leuchte, die einen karbonisierten Papierleiter in einem Teil-Vakuum nutzte, war so konzipiert, dass sie für die Gesellschaft bezahlbar war. Jedoch war diese Version nicht sonderlich hell und hatte eine kurze Lebensdauer.

Thomas Edison

Der 1847 geborene Thomas Alva Edison aus den USA erfand 1879 die Version der Glühbirne, die sich verbreitete: Die Glühlampen enthielten Kohleglühfäden aus verkohlten Bambusfasern und befanden sich im evakuierten Glaskolben. Im Gegensatz zu vorherigen Versuchen mit Platin war die Lichtausbeute aufgrund des höheren Schmelzpunktes besser. Auch die Haltbarkeit und Energiekosten waren überzeugend: Ganze 1200 Stunden Lebenszeit hatte diese Version.

1880 erhielt er in Amerika das Patent. 1881 ging die Glühlampe in Serienproduktion. Im Vorfeld präsentierte Edison auf der Pariser Weltausstellung Gewinde, die aus Messingblech hergestellt sind und sowohl durch eine einfache Produktion als auch eine sichere Handhabung überzeugten. Fertig war die Glühbirne, wie wir sie auch heute noch kennen.

Fun Fact:  Das "E" in der Bezeichnung des Sockels, zum Beispiel E14, steht für Edison.

Heinrich Goebel - der deutsche Erfinder der Glühbirne

Ganz linear ist die Geschichte jedoch nicht. Bereits 1854 entwickelte der deutsche Uhrmacher Heinrich Goebel ein Leuchtmittel, welches mit einer verkohlten Faser aus Bambus zum Leuchten gebracht wurde und wird daher von vielen als der eigentliche Erfinder angesehen. Jedoch ließ er seine Idee nicht patentieren.

Die Weiterentwicklung der Glühbirne

Mit der wachsenden Elektrifizierung setzte sich Ende des 19. Jahrhunderts das Modell der Glühbirne durch. Die Leuchtmittel wurden dank des technischen Fortschrittes stetig verbessert und damit sparsamer, effizienter, heller und sicherer. Kohlefäden wurden durch Metallfäden ersetzt. Die Glühlampe wurde in Europa von fast allen Menschen zur Erzeugung von Licht genutzt. 

Das Verbot der Glühbirne in der EU

Dann kam der Wandel: Die Produktion und der Import der herkömmlichen Glühbirnen wurde in der EU schrittweise verboten und sollten bis 2012 komplett verschwinden. 2009 waren zunächst die matten Glühbirnen und klaren Leuchten mit einer Leistung von 100 Watt nicht mehr erhältlich. 2010 folgen die Glühbirnen mit einer Wattanzahl von 75 und 2011 von 60. 2012 gab es letztendlich auch ein Verbot für die Birnen mit 25 und 40 Watt. Eine Ausnahme stellten Glühbirnen in Taschenlampen und Fahrzeugen dar. Der Grund: Geringe Energieeffizienz. Lediglich rund fünf Prozent wurden in Energie umgewandelt und der Rest ging als Wärme verloren. Auch die schlechte Ökobilanz sprach gegen die Birnen. Für die Herstellung wird mehr Energie verbraucht. Das Gesetz zum Verbot der Glühbirne soll den Energieverbrauch senken und einem Klimawandel entgegenwirken.

Alternativen zur Glühbirne

Es wurden sparsame Alternativen entwickelt, wie Energiesparlampen, LEDs und Halogenleuchtmittel. In der EU können damit jährlich bis zu acht Milliarden Euro und mehr als 20 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. 

Halogenlampen: 2000 Stunden Lebensdauer und 30% weniger Stromverbrauch im Vergleich zur Glühbirne. Seit 1. September 2016 dürfen Hochvolt-Halogen-Reflektorlampen mit 230 Volt nicht mehr produziert oder verkauft werden.

Energiesparlampen: 15.000 Stunden Lebensdauer und bis zu 70% geringerer Stromverbrauch. Enthalten jedoch giftiges Quecksilber. Seit 1. September 2021 dürfen Energiesparlampen daher nicht mehr in den Handel gebracht werden.

LED: 20.000 bis zu 50.000 Stunden Lebensdauer und bis zu 90% geringerer Stromverbrauch

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