Die größten Stromfresser im Haushalt

Spätestens beim Eintreffen der jährlichen Abrechnung ist bei vielen Stromkunden der Schock groß: Eine Nachzahlung ist fällig. Die Frage, welche Geräte im Haushalt für den hohen Stromverbrauch verantwortlich sind, stellt sich. Wir haben eine Liste mit den 10 größten Stromfressern im Haushalt zusammengestellt. Diese Liste kann als Basis für die Einsparung von Energiekosten verwendet werden. Nur wer weiß, wo Strom verbraucht wird, kann Lösungsstrategien zur Senkung des Stromverbrauchs entwickeln.

Stromfresser Nr. 1: Veraltete Heizungspumpen

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass einer der größten Stromfresser unscheinbar in der Heizungsanlage schlummert: Veraltete Heizungspumpen verbrauchen pro Jahr 520 bis 800 kWh, was Energiekosten in Höhe von bis zu 150 Euro entspricht. Heizungspumpen, die älter als 10 Jahre sind, sollten umgehend ausgetauscht werden.

Stromfresser Nr. 2: Elektrischer Herd

Der jährliche Stromverbrauch für den elektrischen Herd beträgt in einem 3-Personen-Haushalt rund 445 kWh. Dieser Stromverbrauch entspricht einer finanziellen Belastung von 85 Euro. Der Stromverbrauch hängt unter anderem vom individuellen Nutzungsverhalten. Nicht für alle Aufgaben ist der Herd aus energietechnischer Sichtweise eine gute Wahl: Wasser lässt sich im Wasserkocher kostengünstiger erhitzen als in einem Topf auf dem Herd. Speisen sind in der Mikrowelle schnell aufgewärmt.

Stromfresser Nr. 3: Gefrierschrank

Der Gefrierschrank gehört zu den wenigen Geräten im Haushalt, die ununterbrochen laufen und nicht abgeschaltet werden. Diese Begebenheit wirkt sich ungünstig auf den Stromverbrauch aus: Pro Jahr müssen Haushalte mit einem Verbrauch von rund 410 kWh rechnen. Kosten in Höhe von 75 Euro resultieren. Selbst Geräte der Energieeffizienzklasse A oder A++ weisen einen im Vergleich zu vielen anderen Haushaltsgeräten hohen Stromverbrauch auf. Bei jedem Öffnen der Gefrierschranktür entweicht Kälte, die das Gerät wieder erzeugen muss. Es ist daher von Vorteil, die Tür nur so wenig wie möglich und nur so kurz wie möglich zu öffnen. Auf die passende Dimensionierung des Gefrierschranks sollte ebenfalls geachtet werden: Wer einen eigenen Garten hat und Gemüse einfrieden möchte, der benötigt einen großen Gefrierschrank oder gar eine Gefriertruhe. Für den 1-Personen-Haushalt ist eventuell sogar ein Kühlschrank mit Gefrierfach ausreichend.

kuehlschrank

Stromfresser Nr. 4: Kühlschrank

Pro Jahr verbraucht ein für einen Drei-Personen-Haushalt geeigneter Kühlschrank rund 300 bis 350 kWh. Energiekosten in Höhe von circa 60 Euro resultieren. Ebenso wie beim Gefrierschrank wirkt sich auch beim Kühlschrank der Dauerbetrieb nachteilig auf die Stromrechnung aus. Einsparpotenzial ergibt sich durch eine gute Sortierung der Speisen im Kühlschrank. Je schneller die Nutzer die gesuchten Produkte finden, desto kürzer bleibt die Kühlschranktür geöffnet - was Energie einspart.

Stromfresser Nr. 5: Beleuchtung

Es handelt sich um den offensichtlichsten Stromverbraucher im Haushalt: Die Beleuchtung. Laut einer Statistik von Stiftung Warentest verbrauchen Haushalte pro Jahr rund 330 kWh für Licht. Aus diesem Verbrauch ergeben sich Energiekosten von 63 Euro. Für den Außenbereich eignen sich auch Solarlampen, sie erzeugen den Strom aus der Sonnenenergie. Bewegungsmelder reduzieren ebenfalls den Strombedarf, da sich die Beleuchtung nur anschaltet, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Stromfresser Nr. 6: Wäschetrockner

Trocknet ein Drei-Personen-Haushalt regelmäßig seine Wäsche in einem Wäschetrockner, dann erhöht sich die Stromrechnung um circa 325 kWh, was einem Geldwert in Höhe von 62 Euro entspricht. Einsparpotenzial ergibt sich durch kurze Trocknungszeiten: Oftmals ist es nicht erforderlich, "Extra trocken" einzustellen, "Bügeltrocken" oder "Schranktrocken" sind auch ausreichend. Auf diese Weise verkürzt sich die Trocknungszeit, was die Energiekosten senkt.

Stromfresser Nr. 7: Geschirrspülergeschirr-spu-len-per-hand

Ein Drei-Personenhaushalt verbraucht für die Nutzung eines Geschirrspülers pro Jahr etwa 245 kWh beziehungsweise 47 Euro. Doch nicht nur der Stromverbrauch ist hinsichtlich der Energiebilanz beim Kauf entscheidend: Geschirrspüler unterscheiden sich hinsichtlich ihres Wasserverbrauchs. Pro Lauf verbrauchen Geschirrspüler zwischen 9 und 18 Litern. Einsparmöglichkeiten ergeben sich vor allem durch die Nutzung eines energiesparenden Programms. Moderne Geräte bieten eine gute Auswahl an unterschiedlichen Programmen. Doch die stromsparendste Alternative ist und bleibt das Abwaschen per Hand. Insbesondere bei nur wenig Geschirr ist auch der Wasserverbrauch auf diese Weise geringer. 

Stromfresser Nr. 8: Waschmaschine

Der Energieverbrauch der Waschmaschine - sofern sie regelmäßig in einem Drei-Personen-Haushalt genutzt wird - beträgt etwa 200 kWh. Aus diesem Verbrauch resultieren Stromkosten in Höhe von etwa 38 Euro.

Stromfresser Nr. 9: Fernseher

Das TV-Gerät verbraucht rund 190 kWh pro Jahr. Angenommen wurde, dass das Gerät bei Nichtgebrauch im Stand-by-Modus läuft. 

Stromfresser Nr. 10: Moderne Heizpumpe

Zwar ist der Stromverbrauch alter Heizpumpen größer als der Stromverbrauch moderner Heizpumpen - dennoch verbraucht jedes Gerät Strom. Der Strombedarf neuer Heizpumpen liegt bei etwa 150 kWh pro Jahr. Hausbesitzer müssen ausgehend von diesem Bedarf mit jährlichen Kosten in Höhe von 29 Euro rechnen. 

Fazit: Es ist bei den meisten Stromfressern nicht möglich, auf dieses Gerät im Haushalt zu verzichten. Dennoch existieren im Allgemeinen Möglichkeiten, den Stromverbrauch der Stromfresser zu senken.

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